Von Osnabrück in NBA-Stadien: VisioLab skaliert KI-Self-Checkout mit einer Million Transaktionen pro Monat

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Halbzeitpause bei einem NBA-Spiel in Orlando: Ein Fan stellt Bier und Hotdog unter ein iPad. Eine Sekunde später hat die Künstliche Intelligenz (KI) beides erkannt. Er legt die Karte auf, bezahlt und kehrt zu seinem Platz zurück. Zeitgleich, 7.000 Kilometer entfernt, in der Kantine eines DAX-Konzerns: Eine Mitarbeiterin schiebt ihr Tablett mit Schnitzel, Salat und Apfelschorle unter die Kamera. Gleiches Gerät, gleiche Technik, gleiches Tempo. Auf dem Uni-Campus in Göttingen hat eine Studentin ihre Nudeln längst bezahlt, bevor der Nächste überhaupt sein Portemonnaie in der Hand hält. Kein Barcode, kein Scannen, keine Warteschlange.

Ein Tablett auf dem Tisch
Ein Ipad – viel mehr braucht es nicht, um ein aufwendiges Kassensystem im Self-Checkout zu verschlanken. Foto: Lucas Günzel

Das Osnabrücker Startup VisioLab hat eine KI entwickelt, die Speisen erkennt — verpackt oder lose, einzeln oder in großen Mengen. Die Software von VisioLab verwandelt ein einfaches iPad in ein komplettes Self-Checkout-System für die Gastronomie. Nun hat VisioLab eine Series-A-Finanzierung über rund 11 Millionen US-Dollar abgeschlossen. eCAPITAL und Simon Capital führen die Finanzierungsrunde an. Bestehende Investoren wie der High-Tech Gründerfonds und das Family Office zwei.7 beteiligen sich ebenfalls erneut.


VisioLab löst kein Technologieproblem, sondern ein Alltagsproblem.

Wer in einer Betriebskantine, einer Mensa oder einem Stadion arbeitet, kennt die Herausforderung: Mittags stauen sich die Gäste. Fällt das Kassenpersonal aus, braucht die Vertretung eine aufwendige Einweisung. Herkömmliche Kassensysteme kosten oft
fünfstellige Beträge, erfordern Systemintegratoren und binden dennoch geschultes Personal. Viele Betreiber können kaum einschätzen, was ein angemessener Preis für solche Anlagen ist. Der chronische Personalmangel in der Gastronomie verschärft die Lage zusätzlich von Jahr zu Jahr.

VisioLab reduziert diesen gesamten Prozess auf ein einziges Gerät.

Die Software läuft als App auf dem iPad. Ein einziges Foto genügt, um der KI ein neues Produkt beizubringen. Das komplette System ist in weniger als fünf Minuten startklar: auspacken, anschließen, kassieren. Ein kompaktes Bluetooth-Bezahlterminal verbindet sich so mühelos wie ein kabelloser Kopfhörer. Hardware, Software und KI können direkt über einen Online-Shop bestellt werden. Damit bietet VisioLab den vollständigen Self-Checkout als E-Commerce-Produkt an.

Die Zahlen belegen: Das System ist längst der Pilotphase entwachsen.


Rund 500 Installationen verarbeiten weltweit etwa eine Million Transaktionen im Monat. Das kumulierte Transaktionsvolumen liegt bei knapp 100 Millionen US-Dollar. Im vergangenen Quartal verzeichnete VisioLab erstmals einen positiven Cashfl ow.
Die Kundenliste spiegelt die Vielfalt der Gastronomie auf drei Kontinenten wider. In den USA stattet VisioLab die Arena der NBA-Mannschaft Orlando Magic mit 43 Systemen aus und deckt damit fast das gesamte Stadion ab. Zu den weiteren Kunden zählen die Atlanta Falcons, die Carolina Panthers sowie Inter Miami, das VisioLab als Launch-Partner für sein neues NU-Stadion ausgewählt hat.
In Europa und den USA kooperiert das Unternehmen mit den globalen Caterern Compass Group und Aramark. Etwa jeder dritte deutsche Uni-Campus nutzt die Technologie über die Studierendenwerke. Auch in den Betriebsrestaurants von DAX-Konzernen sowie Banken, Versicherern und Automobilherstellern prägt das iPad mit der VisioLab-App zunehmend das Bild. Besonders dynamisch entwickelt sich das US-Geschäft: Der Umsatzanteil liegt bereits bei rund 50 Prozent, das jährliche Wachstum übersteigt 1.000 Prozent.

„Unser Anspruch war von Anfang an, Technologie mit Hilfe von KI so einfach zu machen, dass sie im Betrieb nicht mehr wie Technologie wirkt. Deshalb haben wir für Nutzer und Betreiber Schritt für Schritt Hürden abgebaut – von der Implementierung bis zum Payment. Heute lässt sich unser System deutlich einfacher ausrollen. Genau
das macht internationale Skalierung möglich.“ — Tim Niekamp, CEO und Co-Founder, VisioLab

Pressmitteilung der Firma VisioLab : www.visdolab.io