Rückblick auf die WFOpen zum Thema „Kreislaufwirtschaft“: Verschiedene Perspektiven aus der Wirtschaft auf Potenziale und Herausforderungen von Kreislaufwirtschaft

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Am 27. August fand die jüngste Ausgabe der Veranstaltungsreihe WFOpen der WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück GmbH statt. Unter dem Titel „Kreislaufwirtschaft“ rückte die Veranstaltung die Chancen und Herausforderungen einer zirkulären Wirtschaftsweise in den Fokus. Partnerin war die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die nicht nur die Räumlichkeiten für das Event zur Verfügung stellte, sondern auch die Teilnehmenden vorab in die Ausstellung „Jetzt geht’s rund – Kreisläufe statt Abfälle“ im Naturerbe der DBU einlud.

Marie-Theres Lohmann von der WFO gab Einblicke in das Konzept Cradle-to-Cradle. (c) WFO

Kreislaufwirtschaft ist aktuell in aller Munde: Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, Cradle to Cradle, Batteriegesetz oder die Ökodesign-Verordnung sind nur einige Begriffe, die derzeit die Diskussion prägen. Dass Kreislaufwirtschaft weit mehr bedeutet als Abfallvermeidung, wurde bei WFOpen eindrucksvoll deutlich. Ressourcenschonung, CO₂-Einsparungen und Kostenvorteile lassen sich mit einer klaren Strategie verbinden – und eröffnen Unternehmen jeder Größe neue Perspektiven.

Die Speaker:innen brachten unterschiedliche Blickwinkel in die Diskussion ein. Dr. Roger Dietrich (SysProCon) zeigte, wie Reststoffe in Industrie und Handwerk bislang als Abfall deklariert werden, obwohl sie vielfach wiederverwertet werden könnten – vom Glasmehl über überschüssige Pulverlacke bis hin zu Nebenprodukten der Lebensmittelproduktion. Marie-Theres Lohmann (Projektmanagerin für Nachhaltigkeit: Strategie & Transformation bei der WFO) stellte das Konzept Cradle to Cradle vor und betonte, dass es nicht ausreiche, nur „weniger falsch“ zu wirtschaften. Vielmehr müsse gelten: Jeder Abfall ist ein Nährstoff für Neues. Die aktuelle Ausweitung der Ökodesign-Verordnung unterstreiche diese Entwicklung. Marvin Young (Sustainability Consultant bei GOLDBECK GmbH) brachte schließlich Beispiele aus der Bauwirtschaft ein – von ressourcenschonenden Bauweisen über die Revitalisierung von Brachflächen bis hin zu Biodiversitätskonzepten und DGNB-Zertifizierung.

Die praxisnahen Ansätze fanden großen Anklang und wurden im Publikum intensiv diskutiert. Deutlich wurde: Kreislaufwirtschaft ist längst keine Vision mehr, sondern bietet konkrete Lösungsansätze für Wirtschaft und Gesellschaft.

„Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Kreislaufwirtschaft ein entscheidender Hebel für die Transformation unserer Wirtschaft ist. Sie verbindet ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Mehrwert – und eröffnet gerade für die Unternehmen in Osnabrück und der Region große Potenziale“, betonte Marie-Theres Lohmann, die die WFOpen zum Thema Kreislaufwirtschaft initiierte.

Die Reihe WFOpen wird in den kommenden Monaten fortgesetzt und greift verschiedene Themenschwerpunkte von aktueller Relevanz für die lokale Wirtschaft auf.